Das Wort Textilien kommt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie „gewebt“ oder „gewirkt“. Im deutschen Sprachgebrauch verstehen wir darunter flexible Materialen, die aus einem Verbund von Fasern hergestellt sind. Stoffe hingegen sind Materialien, die durch Weben, Wirken, Stricken oder anderes Verbinden von Fasern eine textile Fläche bilden. Je nach Zweck unterscheidet man Textilien für Bekleidungsstücke, für Heimtextilien und für technische Textile, die meist für industrielle Zwecke verwendet werden. Kleidungsstoffe wie Wolle, Baumwolle, Seide oder Viskose haben unterschiedliche Eigenschaften. Im folgenden eine kurze Beschreibung zu diesen Materialien.
Stoffe und ihre Eigenschaften
1. Wolle ist ein nachwachsender Rohstoff, der aus dem weichen Haare des Fells einiger Säugetiere gewonnen wird. Je nach gewünschtem Nutzen, kann die Wolle von unterschiedlichen Tieren stammen: Von Schafen und Kaschmirziegen (Kaschmirwolle), von Angoraziegen (Mohair), von Angorakaninchen (Angora), von Kamelen (Kamelhaar), und von Moschusochsen (Quiviut). Zur Gewinnung der Wolle werden die Tiere geschoren, das so gewonne Fell ausgekämmt oder gezupft. Der Vorteil von Wolle ist, dass sie eine natürliche Thermoregulations-Eigenschaft besitzt, auch nimmt sie nur wenig Schmutz an und ihre elastischen Fasern knittern kaum. Wolle wird vor zu Winterbekleidung verarbeitet.
2. Baumwolle wird aus dem Samenhaar des Gossypium-Strauches hergestellt. Sie ist der billigste, und daher auch der bedeutendste beziehungsweise meist verwendete textile Rohstoff. Die Vorteile der Baumwolle liegen in ihrer hautfreundlichen Eigenschaft. Zudem ist sie überaus pflegeleicht, strapazierfähig und widerstandsfähig gegen Hitze. Baumwolle wird typischerweise für Handtücher, Bettwäsche, Arbeitskleidung, Tischwäsche sowie für Heimtextilien verwendet.
3. Seide ist ein hochwertiger Stoff, der aus Schmetterlings-Kokons gewonnen wird. Je nach Art der Seide unterscheidet man zwischen Maulbeerseide und Wildseide. Ursprünglich stammt Seide aus China. Seide zeichnet sich vor allem durch ihre feine Beschaffenheit sowie durch ihr Geschmeidigkeit aus.
4. Viskosefasern sind industriell hergestellte chemische Fasern. Zur Produktion von Viskose werden Sägespäne mit Chemikalien aufgekocht, um die Zellulose im Holz herauszulösen. Die so gewonnene Zellulose wird danach mit Wasser, Natronlauge und Schwefelkohlenstoff zu einem Viskosebrei verarbeitet und abschließend mit Hilfe von Spinndüsen zu Viskosegarn verfestigt. Viskose kann man problemlos färben und bedrucken. Außerdem ist der Stoff besonders temperaturausgleichend und hautfreundlich.
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